Spanien-Reporter
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Archiv für Januar 2010

800 Kilometer Fußmarsch“ klingen in den meisten Ohren wie reine Folter  und eine unrealistische Idee. Warum machen sich trotz dessen so viele Menschen auf den Jakobsweg?

Der Jakobsweg genießt seit Jahrhunderten besondere Beliebtheit. Aber wieso?

Er beginnt in Südfrankreich in dem Ort Saint-Jean-Pied-de-Port und führt in den Nordwesten Spaniens nach Santiago de Compostela. Diese Stadt ist nicht nur die Hauptstadt Galiciens sondern dort liegt einer Legende nach auch das Grab des Apostels Jakob. Er ist der Schutzheilige Spaniens und soll nach dem Bestreiten des Weges die Sünden rein waschen.

Es wird allerdings gesagt, dass nicht die Vergebung der Sünden das Ziel ist, sondern der Weg an sich. Der Weg fordert Willensstärke, die je näher man dem Ziel kommt, immer weiter wächst.

Gestärkt wird es durch die eigene Motivation und durch zusätzliches Motivieren der Mitstreiter.

Da alle dasselbe Ziel verfolgen führt dies zu einem unglaublich starkem Gefühl von Zusammengehörigkeit, dass in den meisten Fällen ein Leben lang anhält. Dadurch findet man schnell neue Freunde fürs Leben, die man nach dem Ereignis oft wieder sieht.

Durch das Treffen von vielen verschiedenen Menschen, die man auf dem Weg trifft stellt man sich auch selbst immer öfter die Frage wer man eigentlich ist und was man vom Leben will.

Der Weg führt also schon fast automatisch zur Selbstfindung!

Natürlich gibt es aber auch diejenigen, die sich auf dem Weg machen um die tolle Landschaft mit all seinen Reichtümern entdecken wollen.

Also, wenn ihr beim nächsten Mal „800 Kilometer Fußmarsch“ hört, dann überlegt euch zweimal, ob Ihr das nicht vielleicht nicht auch mal versuchen wollt ;-)