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Von fehlenden Schuhen, Geschenken am 6. Januar und Trauben zu Silvester – So verschieden sind spanische und deutsche Bräuche.

Die Kinder stellen am Vorabend die geputzten Stiefel vor die Tür oder hängen die Socken an den Kamin und am nächsten Morgen sind diese prall gefüllt mit allerlei Leckereien und Überraschungen. Denn bei uns ist heute Nikolaus, das hat eine lange Tradition. Es ist eigentlich gar kein so schöner Anlass, schließlich ist der 6. Dezember der Todestag des heiligen Nikolaus, ein Bischof, der schon damals, 1555 als wohltätiger Gabenbringer für Kinder galt. Doch was wäre die Vorweihnachtszeit ohne diesen Bauch?
Das müssen wir die Spanier fragen. Denn dort gibt es diese Tradition nicht. Obwohl der 6. Dezember dort auch ein Feiertag ist, hat dieser keinen christlichen Ursprung. Zufälligerweise wurde genau an diesem Tag in Spanien 1978 eine konstitutionelle Monarchie und wird deshalb gefeiert.
Doch bei diesem Unterschied zu unseren Bräuchen bleibt es nicht. In Spanien werden die Geschenke auch nicht an Jesus’ Geburt verteilt, sondern, wie es die Bibel besagt, an dem Tag, an dem auch Jesus seine Geschenke bekam: Am 6. Januar, von den Drei Heiligen Königen. Der 25. Dezember ist den Familien gewidmet, man isst und feiert gemeinsam.
Aber auch Silvester läuft es anders ab: Anstatt sich um Mitternacht die Silvesterraketen und Feuerwerkskörper um die Ohren zu schießen, versammeln sich die Spanier um eine Uhr oder – heutzutage – vor dem Fernseher, der das Bild einer Kirchenuhr ausstrahlt, und essen pro Sekundenschlag eine Traube. Das soll Glück bringen. Die spinnen, die Spanier, könnte man sagen. Aber das glauben die Spanier von uns wahrscheinlich auch.

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