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Bizarr und beinahe unwirklich, die Brücke bei Ronda und nicht nur diese. Rainer Maria Rilke schrieb über diese Stadt, es gäbe nichts Überraschenderes in Spanien, als diese Stadt. Eine Aussage mit der Rilke sicher nicht übertrieben hat. Wer die 60 Kilometer weite Anreise von Marbella nach Ronda aus sich nimmt, weiß, was der große Dichter gemeint hatte. Die Reise geht durch ein Labyrinth enger Bergstraßen, vorbei an Korkeichenplantagen, tiefen Schluchten und unendlich weiten Ausblicken. Dann plötzlich liegt sie vor einem. Sie Stadt am Rande des Abgrunds, die geträumte Stadt.

Die Brücke über den Abgrund

Bekannt, berühmt und in vielen Kunstwerken verewigt, die Brücke von Ronda, El Puente Nuevo de Ronda. Dieses beeindruckende Bauwerk umspannt in kühnen Bögen die etwa einhundert Meter tiefe Schlucht des El Tajo. Wer auf dieser Brücke steht, genießt einen atemberaubenden Blick, der ohne Übertreibung zu einer der schönsten Aussichtspunkte Europas gehört. Das Tal, das sich dem Betrachter kaum öffnen will, ist wildromantisch, mit alten Olivenbäumen bewachsen, von Wegen und Schluchten durchzogen und Ziegen und ihren Hirten durchwandert. Bizarre Felsformationen sind von hier aus zu sehen und das ein oder andere Gebäude thront dicht über dem Abgrund.

Trotzdem die Schlucht unbezwingbar erscheint, sie ist doch zu durchwandern – wie bereits die Hirten beweisen. Wer will, kann über einen steilen Weg zu einem Aussichtspunkt wandern, der den Blick in umgekehrte Richtung erlaubt. Von hier aus ist das Bauwerk erst richtig zu würdigen. Der Betrachter sieht, wie harmonisch sich die Puente Nuevo in die Schlucht einfügt und auch, wie abenteuerlich sich die kleinen Häuser der Stadt an den Felsen klammern.

Die Stierkampfarena von Ronda

In perfektem Rund präsentiert sie sich. Staubig, hell und von uralter Tradition erfüllt, die Stierkampfarena von Ronda ist eine ältesten und schönsten Arenen Spaniens. Sie misst 66 Meter im Durchmesser. Die Arena liegt im Stadtpark Alameda del Tajo. Der Bau besteht aus zwei Stockwerken. Auch wenn das Gebäude von Außen eher schlicht wirkt, so besitzt sie von innen betrachtet auch ganz ohne Stierkampf eine außerordentliche Atmosphäre. Die Galerien werden von 136 toskanischen Pfeilern getragen. Zusammen mit den hellen Sand des Bodens und der strahlenden Sonne Andalusiens ist diese Arena nahezu ein Sonnentempel.

Bildquelle: valderrama/ flickr.com

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