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Nach Spanien reisen viele Touristen, um sich die wunderschöne Berglandschaft in den Pyrenäen anzuschauen oder die kolossalen Bauten in Granada oder Malaga aus der Zeit des muslimischen Spaniens zu besichtigen. Aber wenn es um das Feiern geht, kommt man zu der Feria de Abril nach Sevilla, einem Volksfest, das das Leben zelebriert und wohin es auch viele ausländische Touristen zieht.

Sinn des Festes

Ursprünglich als Viehmarkt ins Leben gerufen hat das Volksfest seinen Handelscharakter schon seit langem abgelegt und heute geht es nur noch um das gesellige Beisammensein in den Cafés, Restaurants und Clubs von Sevilla. Fast alle Bewohner von Sevilla nehmen zwar jedes Jahr an diesem Fest teil. Nun mehr stellen die Volksfeste, auf denen traditionelle Kleidung getragen und ein Ritt auf dem Pferd unternommen wird, auch besondere Urlaubsziele dar. Auf einem meterlangen Festgelände werden alljährlich mehrere Buden, Hütten und Zelte aufgebaut. Während die Verwandtschaftsbanden in den übrigen europäischen Ländern sich mehr und mehr auseinanderleben, gibt es in Sevilla noch starke Verwandtschaftsbeziehungen, die man auch beim Feria de Abril zu sehen und zu spüren bekommt. Viele der aufgebauten Hütten gehören nämlich Privatpersonen, die dort überwiegend ihre Familie und Verwandte zu einer Festwoche einladen. Nichtverwandte und Bekannte sollte deshalb nicht ohne Einladungen in einer der Hütten gehen. Stattdessen gibt es für sie einige öffentlich zugängliche Zelte, in denen man zu spanischer Volksmusik spanische Spezialitäten und Bier genießen kann.

Tanzen und Singen in traditioneller Kleidung

Auch der traditionelle Tanz wird alljährlich wieder ins Leben gerufen. Dann wird nicht nur in den Festzelten, sondern auch auf den Straßen ausgiebig getanzt und gesungen. Zum Festanlass tragen alle die andalusische Kleidung der Bauern und Flamencotänzerinnen. Für Frauen gibt es die rot-schwarz-weißen Rüschenkleider. Männern ziehen sich die festliche Bauernbekleidung mit einem Anzug und häufig auch einem runden Hut über. Mit der Kleidung reitet man auf dem Pferd oder in einer Kutsche durch die Stadt, besucht die Vergnügungsanlage Calle del Infierno mit Fahrgeschäften für Kinder und Erwachsene und nimmt in der Corridas auf der Plaza de la Maestranza an einem Stierkampf teil. Während die Feria de Abril mit einer Lichterkette von bunten Lampen und Glühbirnen eingeläutet wird, wird das Fest mit einem lautstarken Feuerwerk beendet.

Bildquelle: Rafa/ flickr.com

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