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Das rund 250 km nordwestlich von Madrid gelegene Zamora blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück – von der Gründung in der Bronzezeit über keltische und römische Besiedlung bis zu den Wirren muslimischer Herrschaft und christlicher Reconquista. Dass Zamora somit ein reiches kulturelles Erbe mitbringt, versteht sich von selbst.

Allein architektonisch ist Zamora ein wahres Juwel und eine wahre Hochburg romanischer Bauten – allen voran die dreischiffige Kathedrale, der im 16. Jahrhundert noch gotische Ergänzungen zugefügt wurden. Sehenswert ist hier auch das in einem Seitenschiff untergebrachte Kathedralenmuseum, das unter anderem hochwertige flämische Gobelins aus der Zeit vom 15. bis 17. Jahrhundert ausstellt, darunter atemberaubend fein gearbeitete Motive zum Trojanischen Krieg. Nicht weniger als zweiundzwanzig weitere Kirchen romanischer Bauweise locken den Besucher noch zusätzlich. Besonders erwähnenswert sind hier San Pedro y San Ildefonso, die größte Kirche nach der Kathedrale, in der auch die Überreste des heiligen Ildefonso von Toledo aufbewahrt werden, sowie San Cipriano, die häufig als Konzertsaal genutzt wird. Unter anderem beherbergt sie Zamoras internationales Musikfestival »Pórtico de Zamora«. In der Kirche Santa Lucía ist seit 1989 das Provinzmuseum Zamoras untergebracht.

Doch Zamora hat mehr zu bieten als Kirchen. Auch das Schloss oder die eindrucksvolle Steinbrücke, deren Ursprünge auf das 12. Jahrhundert datieren, vermögen zu beeindrucken. Der Ende der 90er Jahre remodellierte »Palacio del Cordón« ist heute Sitz des »Museo del Zamora«, in dem archäologische und künstlerische Objekte aus der Stadtgeschichte seit der Bronezeit ausgestellt sind. Weit über die Stadtgrenzen bekannt ist Zamoras feierliches Begehen der »Semana Santa«, der Karwoche. Wer nicht die Möglichkeit hat, Zamora zu dieser Zeit zu besuchen, dem sei das »Museo de Semana Santa« ans Herz gelegt, das von den katholischen Bruderschaften der Karwoche geschaffen wurde. Hier lassen sich die lebensgroßen Figuren bestaunen, die in den Osterprozessionen durch die Stadt getragen werden.

Wer mehr Freude an Festivals und Events hat, sollte das bereits erwähnte Musikfestival »Pórtico de Zamora« besuchen, das traditionell zwei Wochen nach Ostern abgehalten wird und schwerpunktmäßig alter Musik religiösen Charakters eine Bühne bietet. Ebenfalls empfehlenswert: die kleine, aber feine Buchmesse von Zamora, die für gewöhnlich im Juni stattfindet und Leselust nicht nur bei den Einheimischen wecken will.

Bildquelle: pululante/ flickr.com

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