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Spanien ist ein tolles, faszinierendes Land mit einer bunten, bewegten Vergangenheit. Viele Völker und Kulturen haben im Laufe der Jahrhunderte ihre Spuren in diesem Land hinterlassen. Al-Andalus, das einstige spanische Maurenreich, ist heute noch von dieser Geschichte, Tradition und Kultur geprägt.

Ein Teil davon war die nordafrikanische Berberdynastie der Almoraviden. Sie herrschten in Andalusien zwischen dem 11. Und 13. Jahrhundert. Einst aus der Wüste der Sahara geboren, eroberte dieser Kampfbund weite Teile des heutigen Mauretanien, Marokko, Algerien und Andalusien. Noch heute können Besucher auf der „Route der Almoraviden“ das architektonische Erbe, kriegerische Festungsanlagen genauso wie malerische Dörfer, aus dieser Zeit bewundern. Die Entdeckungsreise beginnt man am besten in Arcos De La Frontera in der Provinz Cadiz. Von Sevilla aus leicht zu erreichen, sollte sich der Besucher die Zeit nehmen, das historische Flair dieser „weißen Stadt“ auf sich wirken zu lassen. Enge Gassen mit vielen Stützbögen und hoch auf einem Felsen gelegene Festungsanlagen zeugen von den langen, heftigen Kämpfen wie der Schlacht am Rio Guadalete. Die Bedeutung der Stadt als umkämpfte Frontstadt zwischen den Religionen und Kulturen ist heute noch aus dem Namen „De La Frontera“ (dt. an der Front) ersichtlich.

Eine weitere „weiße Stadt“ ist das nächste Ziel auf der Route der Almoraviden, dass auf einem steilen Felsplateau gelegene Ronda. Besonders die Altstadt „La Ciudad“ wirkt, als wäre die Zeit im Maurenreich stehen geblieben. Beeindruckend ist auch die tiefe Schlucht, die die heutige Altstadt von der Neustadt trennt.Unbedingt sehenswert ist die alte maurische Festung „Castillo Ducal“. Weiter geht es nach Antequera, die wegen ihrer Lage an der Verbindungsstraße zwischen Malaga, Granada, Cordoba und Sevilla den Namen „Herz von Andalusien“ trägt. Unter muslimischer Herrschaft wurde sie jedoch vornehmlich „Medina Antaquira“ genannt. Nicht nur Spuren der Almoraviden sind hier reichlich zu finden, sondern auch die von Kelten, Römern und sogar Menschen aus der Bronzezeit.

Ein gutes Ende für die „Route der Almoraviden“ bietet die Stadt Malaga, der zweitgrößten Stadt in Andalusien und der Hauptstadt der Provinz Malaga. Deren Hafen war entscheidend für die Entwicklung der Mittelmeerzivilisation. Neben dem Wahrzeichen der Stadt, der maurischen Festung „Alcazaba“ können die Besucher auch die Hinterlassenschaften der Phönizier, Karthager, Römer und Griechen in Augenschein nehmen.

Bildquelle: Sarah and Iain/ flickr.com

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