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Galizien liegt ganz im Nordwesten Spaniens, hohe Bergketten trennen Galizien vom restlichen Spanien. Über die Hälfte der Region ist mehr als 400 M.ü.M. Man wird durch die Landschaft mehr an Skandinavien oder die Bretagne erinnert, weniger an Sonne und Flamenco. Das Maifest, Os Maios, feiern die Galizier zum ersten Mai. Os Maios läutet die Schönwetterperiode ein, die raue und karge Landschaft erwacht zum Leben. Os Maios hängt mit dem Aufblühen der ersten Blumen zusammen und hat einen keltischen Ursprung.

Besonders wird dieses traditionsreiche fest in Pontevedra und Ourense gefeiert. In Pontevedra wird dieses Fest seit 1970 alljährlich begangen. Auf der Plaza de la Ferrerìa werden die Os Maios aufgestellt und prämiert. Die Maios, das sind Figuren aus Zweigen und Blüten, werden jedes Jahr neu gebastelt. Verschiedene Gruppen machen sich immer wieder die Arbeit neue Figuren zu erfinden und zu bauen. Jede Figur wird von einem Kind der jeweiligen Gruppe besungen. Die Städte putzen sich heraus und die Figuren werden ausgestellt. Es gibt traditionelle Lieder und Tänze, die speziell zu Os Maios gehören. In Ourense werden die Skulpturen in der ganzen Innenstadt aufgestellt und teilweise auch noch der Boden darunter mit geschmückt. Os Maios ist ein Volksfest in Galizien, mit Musik und Tanz.

In Ourense werden die Skulpturen hauptsächlich grün gestaltet. Es gibt die traditionellen Skulpturen, diese stellen eine Art Wegkreuz dar. Oder die Canastros, das sind kleine Häuschen, in denen wird der Mais gelagert, geschützt vor Tieren und Feuchtigkeit. Diese Canastros werden ebenfalls nachgebaut. Aber auch richtig künstlerische Figuren kann man sehen. Menschengruppen aus hauptsächlich Moos und Heidekraut, sitzen an einem Tisch. Oder es nimmt auch schon mal ein Galizier seinen Sportwagen und schmückt ihn völlig mit Moos. Die Leute gehen in den Wald, sammeln Moos und Heidekraut in rosa und weiß. Moos ist das vorwiegende Material, das verwendet wird. Verziert werden die Skulpturen mit wenigen Blüten. Ganz oft werden auch verschiedene Zapfen aus dem Wald verwendet. Beispielsweise die hübschen Zapfen des Wacholders, aber auch Kiefern- und Tannenzapfen. Grundlage für die Figuren sind immer Holzgestelle, die zusammen genagelt und mit Sackleinen bezogen werden. Darauf werden die Pflanzen fest gemacht. Ginster, Kräuter und Zweige werden teilweise richtig festgenäht an den Unterlagen. Gibt es eine Prämie beim fest Os Maios, dann freuen sich alle Helfer.

Bildquelle: juantiagues/ flickr.com

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