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Artikel-Schlagworte: „Politik“

45km nordöstlich von Alicante befindet sich das ehemalige Fischerdorf Benidorm, dass sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Partyhochburg entwickelte.

Die spanische Stadt zeichnet sich vorallem durch das weltoffene Flair und die goldgelben Sandstrände aus. Aufgrund der herausragenden Wasserqualität und den gepflegten Stränden wurde Benidorm in den letzten Jahren mit den „Blauen Flaggen“ ausgezeichnet.

Bei den jungendlichen Touristen sind besonders die Strände „Playa de levante” und “Playa de Poniente“  beliebt, denn dort befinden mehr als 1.000 Restaurants/Bars und 30 Diskotheken. In der Vergangenheit kam es jedoch vermehrt zu Tummulten an den Stränden. Die etlichen Strandparties zeigen nun die ersten Spuren: Die Wasserqualität sinkt konstant und die Stadt hat Probleme bei der Reinigung und Pflege der Strände. Deswegen soll es jetzt mit den Parties am Strand vorbei sein.

Die Einheimischen setzen durch, dass von Mitternacht bis 7Uhr morgens der Aufenthalt an den Stränden verboten ist, ebenso ist der Konsum von Alkohol generell nicht mehr am Strand erlaubt. Wer dagegen verstößt muss bis zu 750€ Strafe zahlen. Doch dies ist nicht der einzige Artikel der neuen Strandordnung, ingesamt umfasst diese 73 Artikel. Wer sich z.B. morgens einen guten Platz am Strand reservieren möchte, dem drohen 150€ Strafe und wer außerhalb der abgesteckten Felder Ballsportarten spielt, kann mit einer Bußgeldstraße von bis zu 120€ rechnen.

Durch die neue Strandordnung sind viele Touristen abgeschreckt und verärgert. Die Urlauberzahlen sinken konstant. Laut Medienberichten ist deswegen damit zu rechnen, dass der Stadtrat von Benidorm die Ordnung wieder verabschieden wird.

Aufgrund der vermehrt zunehmenden Arbeitslosigkeit und des schwindenden Vertrauens der Verbrauchen, schließt die Regierung Spaniens eine Rezession nicht mehr aus. Erste Kennzeichen einer solchen Rezession sind zwei Quartale mit sinkender Wirtschaftsleistung. Aufgrund dessen wird derzeit zunehmend spekuliert, dass das vierte Quartal Schwierigkeiten für Spanien bereithalten wird. Da nach dem Immobilienboom viele Spanier ihre Arbeit verloren haben, stieg allein im Juli die Arbeitslosenzahl auf 2,43 Millionen und  hat damit den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht. Die Kennzahl sinkt normalerweise gerade in dieser Zeit aufgrund der Sommer-Saison.

Doch ist das bei weit noch nicht alles. Das Vertrauen der Verbraucher ist auf dem tiefsten Stand seitdem die Erhebung durchgeführt wird. Grund für das Misstrauen ist vor allem das Ende des jahrelangen Baubooms und die stark gestiegenen Benzinpreise, die enorm auf das Budget der Verbaucher drücken und somit die Kaufkraft verringern.

Spanien steht ein schwieriges Jahr bevor. Das Wachstum könnte auf Null abschwächen und eine zu starke Inflation droht.



Nun befindet sich auch Spanien in der Immobilienkrise.

Auf dem Immobilienmarkt hat die Zeit des Schlussverkaufs begonnen. Derzeit sind vom Leerstand rund eine Million Häuser und Wohnungen gekennzeichnet. Damit wenigsten ein Bruchteil der leerstehenden Wohnung verkauft wird, senken die Immobilienkonzerne die Preise. Offziell spricht niemand von Rabatten, doch lassen die Konzerne mit sich handeln und Abschläge bis zu 30 Prozent zu.

Vor einigen Jahren wäre dies nicht denkbar gewesen, denn seit den 90’er Jahren stiegen die Immobilienpreise jährlich um wenigstens zehn Prozent. Fincas und Appartments wurden für hohe Preise verkauft und weitergereicht, die Branche baute fleißig weiter. Zwischen 2006-2007 wurden 1,5 Millionen Wohneinheiten gebaut. Durch dieses Überangebot und die steigenden Zinsen ist der Markt letztendlich zusammen gebrochen. Möchten Sie für wenig Geld verreisen, können Sie Ferienunterkünfte bei BestFewo.de günstig mieten.

Beginn dieser Krise war wohl Mitte Juli die Pleite von einem der größten spanischen Wohnungsbauimperien „Martinsa-Fadesa“. Laut Medien, haben die anderen noch existierenden acht Imperien der Bauchbranche zusammen bis zu 26 Mrd. Euro Schulden. Mittlerweile rechtnet man sogar noch mit weiteren Pleiten,  da durch die unzureichende Besicherung keine Kredite mehr gewährt werden.

Experten sagen dem Ende des spanischen „Baumbooms“  fatale Folgen auf die Wirtschaft nach.  Ein bedenkliches Haushaltsdefizit wird Spanien neben dem Ansteigen der Arbeitlosenquote prognostiziert.

2007 lag die Arbeitslosenquote bei acht Prozent. Ende dieses Jahres könnte diese schon auf 11 Prozent steigen und damit die höchste Quote Europas darstellen.